Mit drei Jahren kann Ihr Kind zwar eine Zahnbürste benutzen aber auf grund der motorischen Entwicklung ist es erst dann in der Lage Zahnpflege effektiv zu betreiben, wenn es flüssig schreiben kann. Also ab der zweiten oder dritten Klasse. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten Sie die Zähne Ihres Kindes nachputzen, was bedeutet,
dass Sie als Eltern Ihrem Kind helfen müssen, indem Sie die Zähne nachdem Ihr Kind diese selbst gereinigt hat nach dem KAI-Prinzip (Kaufläche-Innenfläche-Außenfläche) nachputzen.
Wenn die ersten bleibenden Zähne, die Backenzähne, mit ca. sechs Jahren durchbrechen, ist neben der Verwendung von Zahncremes mit höherem Fluoridgehalt eine Fissurenversiegelung ratsam. Denn in den Fissuren, die Grübchen der Backenzähne, kann sich leicht Karies bilden. Diese Grübchen werden mit einer Kunststoffmasse gefüllt, die die Gefahr vor Kariesbefall verringert. Die Behandlung ist schmerzfrei. Eine Fissurenversiegelung ersetzt jedoch nicht die tägliche Reinigung der Zähne - sie kann nur unterstützend wirken!
Mit zwölf Jahren sind alle bleibenden Zähne durchgebrochen. Nun ist vor allem auch die regelmäßige Reinigung der Zahnzwischenräume mit Zahnseide notwendig. Nach einem Besuch bei der Prophylaxeassistentin wird Ihr Kind in der Lage sein, diese entsprechend richtig anzuwenden. Mit speziellen Zahnseiden können auch Zähne mit festsitzende Zahnspangen gereinigt werden.
Damit sich Ihr Kind an eine regelmäßge zahnärztliche Betreuung gewöhnt, ist es sinnvoll es so früh wie möglich zu Kontrolluntersuchungen in die Praxis mitzunehmen. Am besten nehmen Sie es zu Ihren eigenen Kontrollen mit. Kinder sind neugierig und setzen sich schon mal gerne einfach so in den Behandlungsstuhl. So kann es zunächst spielerisch an eine Untersuchung herangeführt werden. Damit Ihr Kind erst gar keine Scheu vor einem Zahnarztbesuch entwickelt, empfehlen wir Ihnen auch die Informationen zu den Themen " Vorsicht Nuckelflasche!" und " Das tut den Zähnen gut" lesen.
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